Baupioniere aus dem Untergrund Pilzmyzelien könnten in der Zukunft des Bauens eine wichtige Rolle spielen. Organisches Restmaterial aus der Landwirtschaft lässt sich mit ihrer Hilfe zu biologischen Kompositmaterialien und sogar zu baulichen Strukturen ohne fossile Rohstoffe
Filz und Pilz am Bau Schafwolle wie Pilze sind prädestiniert als Material für Dämmstoffe. Sie sind nachwachsend und zumindest in ihrer Reinform wieder biologisch abbaubar. Ihre Erzeugung beansprucht wenig Energie – Kreislaufwirtschaft par excellence. Diese interessanten
Labor für Re-use: von der Hypothese zur Realität In den letzten Jahren gewinnt das Thema Re-use im französischen Bausektor an Bedeutung. Die Architekten des Kollektivs Encore Heureux stellten 2019 das Projekt Grande Halle in der Normandie fertig.
Gier nach Sand Sand ist eine der Ressourcen, die weltweit in grössten Mengen abgebaut werden, doch in vielen Regionen sind diese Aktivitäten so gut wie gar nicht reguliert. Bislang existiert zudem kaum ein allgemeines Bewusstsein darüber, mit welchen
Zirkuläre Architektur Das Sonderheft, entstanden im Auftrag des Bundesamts für Umwelt, zeigt, wie vielfältig das Thema Kreislaufwirtschaft ist. Neben Architekturbeispielen zeigen zwei Interviews mit Forschenden auf, dass zur zirkulären Wirtschaft noch zahlreiche
Kreislaufwirtschaft am Bau Abfall ist das, was niemand braucht. Bis vor wenigen Jahren wurde er bei fast jeder Produktion als unvermeidbares Übel angesehen. Demgegenüber bleibt in der Natur alles im Fluss, nach dem Prinzip Cradle to Cradle ist der Prozess-Output des einen
Schliessen und verknüpfen Kreislaufwirtschaft am Bau umfasst das Minimieren von Emissionen und Abfall, greift durch zukünftige zirkuläre Prozesse über das Materielle der Architektur hinaus und verknüpft Bereiche wie Ökonomie und Soziales zu Systemen, die sich gegenseitig
Ein rotes Tüpfelchen auf dem i Das ehemalige Sulzerareal in Winterthur ist Standort einer behutsamen Transformation. Einige Industriebauten werden punktuell um- und weitergebaut oder nur repariert. Nun hat das Baubüro in situ die Halle 118 mit gebrauchten Bauteilen aufgestockt.
Präzise Eingriffe, grosse Wirkung Das Verwaltungsgebäude des Tierparks Berlin aus den 1960er-Jahren hatte eine schlecht dämmende Leichtmodulhülle. Dass das kein Grund für einen Abriss war, zeigen ZRS Architekten mit einer neuen Holzfassade und wenigen Anpassungen im Innern.
Vordenken statt Nachdenken In den Niederlanden haben sich mehrere Architekturbüros auf das Bauen mit wiederverwendbarem Material spezialisiert. Der Hauptsitz der Triodos Bank, entworfen von RAU Architects, ist nach dem Prinzip Cradle to Cradle rückbaubar und mit jedem
«Das Konstrukt soll sich bewegen dürfen» Am MonViso Institut im Piemont experimentieren Tobias Luthe und sein Team mit «Systemischem Regenerativem Design», das zirkuläre und revitalisierende Systeme nach dem Vorbild der Natur schafft und sie sozial, ökonomisch und ökologisch verknüpft.
«Form follows availability» Jan Brütting hat am Structural Xploration Lab der EPF Lausanne computerbasierte Methoden entwickelt, um Tragwerke aus wiederverwendeten und neuen Bauteilen zu entwerfen und die Varianten auf ihre Umwelteinwirkungen zu überprüfen.
Bauen: vegan und secondhand Bis ins letzte Jahrhundert nutzte man in Europa Reststoffe aus landwirtschaftlichen und industriellen Produktionen oder Gebrauchtteile aus Rückbauten, um daraus neue Gebäude herzustellen. Angesichts des heutigen immensen, meist nicht natürlich
Stroh für Haus und Klima Es heisst, Rumpelstilzchen konnte Stroh zu Gold spinnen. Dabei weist Stroh bereits in seiner Reinform Eigenschaften auf, die auf dem Bau Gold wert sind: hervorragende Dämmwerte bei geringstem Energieaufwand in der Herstellung.
Vom Feld ans Haus Stroh und Hanf als sogenannte kultivierte Baumaterialien waren bis vor Kurzem sehr alternativ anmutende Nischenprodukte – doch aktuelle Beispiele zeigen ihr grosses Potenzial. Sie sind klimaneutral und speichern viel biogenes CO2.
Hanf am Bau Am MonViso Institut im Piemont experimentiert eine Gruppe um Professor Tobias Luthe mit systemischer Innovation wie der Umsetzung einer bioregionalen Kreislaufwirtschaft. Dazu gehört auch die Wiederbelebung von Hanf – in zeitgenössischen Lösungen
«Eigentlich sind wir ein Störfaktor» Obwohl das nationale CO₂-Gesetz nur den Betrieb von Gebäuden reglementieren will, wäre auch deren Erstellung ein wirksamer Klimahebel. Die Architektinnen Barbara Buser und Kerstin Müller plädieren dafür, auf neue Baustoffe möglichst ganz zu
NEST-Podcast: Vom Rückbau zum Re-Use In dieser Ausgabe des NEST-Podcast der Empa spricht Peter Richner, stv. Direktor, mit Architektin Kerstin Müller vom Baubüro in situ über die «Jagd» nach gebrauchten Materialien, über einschränkende Normen und Gesetze – und über eine Dating-Plattform
BIM trifft Kreislaufwirtschaft BIM Facility, GS1 und ZPF Ingenieure sind die ersten drei Partner von Madaster Services Schweiz. Mit der Partnerschaft wird Expertise und Knowhow im digitalen Bauen vernetzt, um Immobilienbesitzern die Realisierung kreislauffähiger Gebäude zu
«Es sollte nicht mehr geklebt werden!» Wiederverwendung geht auf verschiedene Weise: Kerstin Müller vom Baubüro in situ lädt dazu ein, vor dem Abbruch eines Gebäudes nochmals genau hinzuschauen. Und sie fordert die Kostenwahrheit im Vergleich mit neuwertigen Produkten.
Recycling am Bau: Quoten sagen nicht alles Welche Baustoffe werden in der Schweiz rezykliert, und wie viel wird stofflich wiederverwertet? Eine Studie des Bundesamts für Umwelt modelliert die baubezogene Entsorgungskette. Die Autoren erklären, welche Rückschlüsse für die Kreislaufwirtschaft
Anschub für Bauschutt Abbruchmaterial sollte zukünftig möglichst gar nicht mehr in grossen Mengen entstehen. Für das, was dennoch anfällt und zu Sekundärressourcen wie Recyclingbeton weiterverarbeitet wird, gilt es die wirtschaftlichen Prozesse beim Absatz und bei der
Erhalten und verwalten Während Material durch Recycling transformiert wird, bleibt es beim Wiederverwenden von Bauteilen und -stoffen erhalten. Was für eine Rolle dabei das Inventarisieren der Bauten spielt, loten Hochschulen und öffentliche Bauherren in Pilotprojekten
Kreislaufwirtschaft: Bauten als Ressource Viele Städte und Kantone erstellen ihre Gebäude bereits nach einzelnen zirkulären Ansätzen. Künftig aber müssen alle kreislaufwirtschaftlichen Schritte – Reduzieren, Wiederverwenden, Reparieren und Recycling – in der Architektur systematisch zum
Recycling – Reboot – Reincarnation Hintergründige Gedanken der TEC21-Redaktion rund ums Thema Baukultur.
Zirkulär-Hybride Kreislaufwirtschaft bei Neubauten ist vielfältig und betrifft neben dem Material auch das Energie- und Wassermanagement. Bei manchen öffentlichen Bauten kommen bereits Ansätze zirkulärer Prinzipien zusammen – doch wie ein verdichtetes Gesamtbild