Ingenieurwesen, Korrespondentin TEC21 Tragwerk mit Charakter Heinz Hossdorf lebt weiter – in Tragwerken, die Haltung zeigen. Sein Kieswerk in Gunzgen von 1962 ist kein alter Betonklotz, sondern ein Lehrstück über das Prinzip der Vorfabrikation. Denkmal konserviert In Betrieb geblieben, original erhalten und doch anders: Hossdorfs VSK-Shedhalle in Wangen bei Olten als Pionierleistung und Paradox des Erhalts. Eine Würdigung der Segmentbauweise und eine nüchterne Bilanz der gewählten Erhaltungsstrategie. Erhalt bedingt Nutzung Die Goldzackhalle in Gossau (SG) ist Ingenieurbaukunst der 1950er-Jahre. Ihr Tragwerk ist zugleich Raumstruktur und ermöglicht seit Jahrzehnten immer neue Nutzungen. Diese Flexibilität macht sie zu einem Beispiel dafür, wie Erhalt durch Nutzung Heinz Hossdorf - Werke leben weiter Zum 100. Geburtstag von Heinz Hossdorf lohnt sich der Blick auf seine Industriebauten, die er gemeinsam mit Architekten entwickelte. Denn sie sind mehr als reine Zweckbauten. Ihre Mehrschichtigkeit aus Tragwerk, Raum und Nutzung macht sie 100 Jahre Heinz Hossdorf Die Bauten Heinz Hossdorfs überdauern die Zeit. Gestalterisch überzeugend und präzise konstruiert eignen sie sich auch Jahrzehnte nach ihrer Erstellung für Weiternutzungen. Werbung Das wandelbare Haus am See Die Landschaft rund um den Caumasee im bündnerischen Flims ist ein besonderer Ort. Das neue Restaurant, entstanden in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Corinna Menn Studio und merz kley partner, ist dabei ebenso wandelbar wie die Landschaft, in Ein Waldhaus im Lauf der Jahreszeiten Im Dezember 2024 öffnete das neue Restaurant am Caumasee im bündnerischen Flims seine Türen. Corinna Menn entwickelte ihren Entwurf bereits im Wettbewerb in enger Zusammenarbeit mit den Bauingenieuren von merz kley partner. Der Bau vereint Fachübergreifend vereinfacht Wie wenig Technik es wirklich braucht, um Energie zu sparen, zeigt die Instandsetzung eines Berner Plattenbaus aus den 1960er-Jahren – wenn Architektinnen, Ingenieure und Bauherrschaft an einem Strick ziehen. Die Low-Tech-Lösung von Plan-K senkte den Panzerhalle wird zu Gewerbebauten Im Bauprojekt «uptownBasel» wird 50 Jahre alter Stahl aus dem Rückbau einer Panzerhalle wiederverwendet. Was es für ein solches Projekt braucht: einen strukturell durchdachten Bestandsbau mit Standardprofilen, intelligente Rückbauprozesse, eine Volleyballhalle zu Feuerwehrkaserne Eine demontierte Beachvolleyballhalle aus Bern erhält eine zweite Nutzung als Feuerwehrkaserne im Tessin. Neubau einer Brücke aus UHFB in Altendorf In Altendorf entstand eine Langsamverkehrsbrücke komplett aus vorfabrizierten UHFB-Bauteilen. Das Material setzt die Formensprache der direkt daneben liegenden, denkmalgeschützten Betonbogenbrücken Robert Maillarts fort. Straff gespannt ohne Pylone Die flache Konstruktion der neuen Hängebrücke bei Disentis/Mustèr und der Verzicht auf Pylone ermöglichen eine sensible Einbindung in die alpine Landschaft. Durch die enge Verzahnung und die Abstimmung aller Elemente konnten die hohen Kräfte Ersatzneubau Trimbacherbrücke, Olten Für den Ersatzneubau der Trimbacherbrücke wurde das Projekt «sepia» zum Sieger gekürt. Der bestehende Bogen bleibt erhalten und entspricht dem Zeitgeist: Substanz bewahren, Ressourcen schonen und brauchbare Bauteile wiederverwenden. Kompromisse Werbung «Das Vergabewesen ist auf Neubauten ausgerichtet» Bauwerkserhaltung erfordert weit mehr als nur technisches Know-how. In St. Gallen gaben Fachleute einen Blick auf die komplexen Entscheidungsprozesse. Klar ist: Es braucht einen Wandel in Erwartungshaltung und Ausbildung ebenso wie mehr Fachleute. Erdbebenertüchtigung der SBB-Rotonde in Brig Eine Stahlbetonwand und einige Stahlträger reichten aus, um die SBB-Rotonde in Brig erdbebensicher zu ertüchtigen. Dank der sorgfältig überlegten Einfügung bleibt der Charakter des denkmalgeschützten Baus erhalten. Gelungener Erdbebennachweis beim Stauwehr Winznau Kein Handlungszwang dürfte das optimale Ergebnis jeder vertieften Erdbebenuntersuchung sein. Der Betreiberin des Wehrs Winznau wurde dieses Glück zuteil. Wenn auch erst im zweiten Anlauf, nach einer verformungs- statt kraftbasierten Untersuchung «Auch bei uns sind starke Schadenbeben möglich» Einst war das Bauingenieurwesen eine statische Angelegenheit. Die Erkenntnis, dass Gebäude auch eine Dynamik entwickeln können, brachte hierzulande Professor Dr. Hugo Bachmann unter die Leute. Kies in der Kaskade Kies – Substitution oder Notwendigkeit? Die Frage, ob der natürliche Kies durch rezykliertes Granulat ersetzt werden kann oder ob er in bestimmten Bauanwendungen unverzichtbar ist, beschäftigt. «Gefragt ist moderne Betontechnologie» Piet Eckert und Stefan Bänziger beleuchten die Herausforderungen und Potenziale, die der Einsatz von Recyclingbeton im modernen Bauwesen mit sich bringt. Und sie denken darüber nach, was der Baustoff in ökologischer Hinsicht leisten könnte. Werbung « Das gegenseitige Geben und Nehmen war immer zentral» Karl Baumann ist seit 2002 Leiter Kunstbauten der RhB Infrastruktur und verantwortlich für die historischen und wertvollen Brücken, Viadukte und Tunnels auf den RhB-Strecken. Diese Kulturgüter benötigen eine besondere Pflege. Sie müssen aber auch – Potenzial zum Nachschlagewerk: Neue Lehrmittel für den Ingenieurbau Im Rahmen der Einführung der neuen Bildungsverordnung hat ein Projektteam ein nationales Lehrmittel in drei Sprachen erarbeitet: «Planung im Ingenieurbau» ist das Grundlagenwerk für Zeichner und Zeichnerinnen EFZ Ingenieurbau in der Ausbildung. Verkehrsdrehscheiben – geballter Raum Verkehrsdrehscheiben sind Planungsorte, an denen sich Akteure und Disziplinen auf engem Raum kumulieren. Sie stehen für Umsteigebeziehungen, für Verkehrspolitik, für Raum- und Siedlungsentwicklung, für langfristige Planung und für die grosse Prix Acier: Ein Preis für Architektur und Tragwerk Beim Prix Acier sollen sich Architektur und Tragwerk gegenseitig bedingen und darüber hinaus meisterhaftes Können beweisen. Die ausgezeichneten Projekte verkörpern dies in beeindruckender Weise. «Die Möglichkeit der 1:1-Optimierung ist selten» Die abgetreppten Hochhäuser von F. Hoffmann-La Roche in Basel strecken sich im Duett empor. Die Dopplung birgt ein Optimierungspotenzial, das im Bauwesen selten der Fall ist. Martin Stumpf von wh-p Ingenieure deckt es im Gespräch mit Clementine Kunstbauten Bereich Äuli–Dalvazza Die Rhätische Bahn (RhB) lancierte für die neuen Kunstbauten im Äuli–Dalvazza-Abschnitt bei Fideris einen Projektwettbewerb. Sieben Brücken mussten gestaltet, eine achte erhalten werden – aus räumlicher und betrieblicher Sicht ein enges Korsett. Mit Werbung Wie baut man heutzutage eine Kuppel? Auf der Baustelle der «Neuen Kuppel Basel» ist das Kuppelgewölbe erstellt. Es ist keine alltägliche Konstruktion und setzte einen sorgfältigen Planungsprozess voraus. Jacqueline Pauli von ZPF Ingenieure und Susanne Vécsey von Vécsey Schmidt Architekt Mehr laden
Tragwerk mit Charakter Heinz Hossdorf lebt weiter – in Tragwerken, die Haltung zeigen. Sein Kieswerk in Gunzgen von 1962 ist kein alter Betonklotz, sondern ein Lehrstück über das Prinzip der Vorfabrikation.
Denkmal konserviert In Betrieb geblieben, original erhalten und doch anders: Hossdorfs VSK-Shedhalle in Wangen bei Olten als Pionierleistung und Paradox des Erhalts. Eine Würdigung der Segmentbauweise und eine nüchterne Bilanz der gewählten Erhaltungsstrategie.
Erhalt bedingt Nutzung Die Goldzackhalle in Gossau (SG) ist Ingenieurbaukunst der 1950er-Jahre. Ihr Tragwerk ist zugleich Raumstruktur und ermöglicht seit Jahrzehnten immer neue Nutzungen. Diese Flexibilität macht sie zu einem Beispiel dafür, wie Erhalt durch Nutzung
Heinz Hossdorf - Werke leben weiter Zum 100. Geburtstag von Heinz Hossdorf lohnt sich der Blick auf seine Industriebauten, die er gemeinsam mit Architekten entwickelte. Denn sie sind mehr als reine Zweckbauten. Ihre Mehrschichtigkeit aus Tragwerk, Raum und Nutzung macht sie
100 Jahre Heinz Hossdorf Die Bauten Heinz Hossdorfs überdauern die Zeit. Gestalterisch überzeugend und präzise konstruiert eignen sie sich auch Jahrzehnte nach ihrer Erstellung für Weiternutzungen.
Das wandelbare Haus am See Die Landschaft rund um den Caumasee im bündnerischen Flims ist ein besonderer Ort. Das neue Restaurant, entstanden in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Corinna Menn Studio und merz kley partner, ist dabei ebenso wandelbar wie die Landschaft, in
Ein Waldhaus im Lauf der Jahreszeiten Im Dezember 2024 öffnete das neue Restaurant am Caumasee im bündnerischen Flims seine Türen. Corinna Menn entwickelte ihren Entwurf bereits im Wettbewerb in enger Zusammenarbeit mit den Bauingenieuren von merz kley partner. Der Bau vereint
Fachübergreifend vereinfacht Wie wenig Technik es wirklich braucht, um Energie zu sparen, zeigt die Instandsetzung eines Berner Plattenbaus aus den 1960er-Jahren – wenn Architektinnen, Ingenieure und Bauherrschaft an einem Strick ziehen. Die Low-Tech-Lösung von Plan-K senkte den
Panzerhalle wird zu Gewerbebauten Im Bauprojekt «uptownBasel» wird 50 Jahre alter Stahl aus dem Rückbau einer Panzerhalle wiederverwendet. Was es für ein solches Projekt braucht: einen strukturell durchdachten Bestandsbau mit Standardprofilen, intelligente Rückbauprozesse, eine
Volleyballhalle zu Feuerwehrkaserne Eine demontierte Beachvolleyballhalle aus Bern erhält eine zweite Nutzung als Feuerwehrkaserne im Tessin.
Neubau einer Brücke aus UHFB in Altendorf In Altendorf entstand eine Langsamverkehrsbrücke komplett aus vorfabrizierten UHFB-Bauteilen. Das Material setzt die Formensprache der direkt daneben liegenden, denkmalgeschützten Betonbogenbrücken Robert Maillarts fort.
Straff gespannt ohne Pylone Die flache Konstruktion der neuen Hängebrücke bei Disentis/Mustèr und der Verzicht auf Pylone ermöglichen eine sensible Einbindung in die alpine Landschaft. Durch die enge Verzahnung und die Abstimmung aller Elemente konnten die hohen Kräfte
Ersatzneubau Trimbacherbrücke, Olten Für den Ersatzneubau der Trimbacherbrücke wurde das Projekt «sepia» zum Sieger gekürt. Der bestehende Bogen bleibt erhalten und entspricht dem Zeitgeist: Substanz bewahren, Ressourcen schonen und brauchbare Bauteile wiederverwenden. Kompromisse
«Das Vergabewesen ist auf Neubauten ausgerichtet» Bauwerkserhaltung erfordert weit mehr als nur technisches Know-how. In St. Gallen gaben Fachleute einen Blick auf die komplexen Entscheidungsprozesse. Klar ist: Es braucht einen Wandel in Erwartungshaltung und Ausbildung ebenso wie mehr Fachleute.
Erdbebenertüchtigung der SBB-Rotonde in Brig Eine Stahlbetonwand und einige Stahlträger reichten aus, um die SBB-Rotonde in Brig erdbebensicher zu ertüchtigen. Dank der sorgfältig überlegten Einfügung bleibt der Charakter des denkmalgeschützten Baus erhalten.
Gelungener Erdbebennachweis beim Stauwehr Winznau Kein Handlungszwang dürfte das optimale Ergebnis jeder vertieften Erdbebenuntersuchung sein. Der Betreiberin des Wehrs Winznau wurde dieses Glück zuteil. Wenn auch erst im zweiten Anlauf, nach einer verformungs- statt kraftbasierten Untersuchung
«Auch bei uns sind starke Schadenbeben möglich» Einst war das Bauingenieurwesen eine statische Angelegenheit. Die Erkenntnis, dass Gebäude auch eine Dynamik entwickeln können, brachte hierzulande Professor Dr. Hugo Bachmann unter die Leute.
Kies in der Kaskade Kies – Substitution oder Notwendigkeit? Die Frage, ob der natürliche Kies durch rezykliertes Granulat ersetzt werden kann oder ob er in bestimmten Bauanwendungen unverzichtbar ist, beschäftigt.
«Gefragt ist moderne Betontechnologie» Piet Eckert und Stefan Bänziger beleuchten die Herausforderungen und Potenziale, die der Einsatz von Recyclingbeton im modernen Bauwesen mit sich bringt. Und sie denken darüber nach, was der Baustoff in ökologischer Hinsicht leisten könnte.
« Das gegenseitige Geben und Nehmen war immer zentral» Karl Baumann ist seit 2002 Leiter Kunstbauten der RhB Infrastruktur und verantwortlich für die historischen und wertvollen Brücken, Viadukte und Tunnels auf den RhB-Strecken. Diese Kulturgüter benötigen eine besondere Pflege. Sie müssen aber auch –
Potenzial zum Nachschlagewerk: Neue Lehrmittel für den Ingenieurbau Im Rahmen der Einführung der neuen Bildungsverordnung hat ein Projektteam ein nationales Lehrmittel in drei Sprachen erarbeitet: «Planung im Ingenieurbau» ist das Grundlagenwerk für Zeichner und Zeichnerinnen EFZ Ingenieurbau in der Ausbildung.
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«Die Möglichkeit der 1:1-Optimierung ist selten» Die abgetreppten Hochhäuser von F. Hoffmann-La Roche in Basel strecken sich im Duett empor. Die Dopplung birgt ein Optimierungspotenzial, das im Bauwesen selten der Fall ist. Martin Stumpf von wh-p Ingenieure deckt es im Gespräch mit Clementine
Kunstbauten Bereich Äuli–Dalvazza Die Rhätische Bahn (RhB) lancierte für die neuen Kunstbauten im Äuli–Dalvazza-Abschnitt bei Fideris einen Projektwettbewerb. Sieben Brücken mussten gestaltet, eine achte erhalten werden – aus räumlicher und betrieblicher Sicht ein enges Korsett. Mit
Wie baut man heutzutage eine Kuppel? Auf der Baustelle der «Neuen Kuppel Basel» ist das Kuppelgewölbe erstellt. Es ist keine alltägliche Konstruktion und setzte einen sorgfältigen Planungsprozess voraus. Jacqueline Pauli von ZPF Ingenieure und Susanne Vécsey von Vécsey Schmidt Architekt