Über der Schneise Der Blick vom Negrellisteg eröffnet Fussgängern eine ganz neue Perspektive auf den Zürcher Hauptbahnhof. Als lang vermisste Verbindung über das Gleisfeld hinweg ist er zugleich ein Raum zwischen zwei lebendigen Quartieren.
(Nicht) neu genietet Selbst an der schönsten und interessantesten Brückenkonstruktion geht die Zeit nicht spurlos vorbei. Für die aktuelle Ausgabe wählte TEC21 zwei Beispiele aus, die als so wertvoll gelten, dass man weder Mühen noch Kosten scheute, um möglichst viel
Komplett zerlegt Das denkmalgeschützte Duo aus einer Holz- und einer genieteten Eisenbrücke über die Limmat zwischen Neuenhof und Wettingen erhielt eine drastische Verjüngungskur. Die Ingenieure von Staubli, Kurath & Partner liessen die Eisenbrücke dafür in ihre
Substanz konserviert In Eschikofen überspannt ein Brückenensemble die Thur und ihre Vorlandbereiche. Nachdem 2007 die Holzbrücke instand gesetzt worden war, folgten nun die beiden Eisenbrücken. Die Ingenieure von Conzett Bronzini Partner schrieben die über 185-jährige
Wohlig wohnen mit Wolle Alles wird grösser. Trug man früher Wollkleidung in der kalten Jahreszeit, packt man heute ganze Gebäude in Schafwolle ein. Aber ist es sinnvoll, ein tierisches Produkt beim Hausbau zu verwenden?
Baupioniere aus dem Untergrund Pilzmyzelien könnten in der Zukunft des Bauens eine wichtige Rolle spielen. Organisches Restmaterial aus der Landwirtschaft lässt sich mit ihrer Hilfe zu biologischen Kompositmaterialien und sogar zu baulichen Strukturen ohne fossile Rohstoffe
Filz und Pilz am Bau Schafwolle wie Pilze sind prädestiniert als Material für Dämmstoffe. Sie sind nachwachsend und zumindest in ihrer Reinform wieder biologisch abbaubar. Ihre Erzeugung beansprucht wenig Energie – Kreislaufwirtschaft par excellence. Diese interessanten
«Die Schweiz ist eine Willensnation» Warum fällt es vielen Menschen so schwer, den Klimawandel als ernste Bedrohung wahrzunehmen? Und wo steht die Schweiz nach dem gescheiterten CO2-Gesetz? Antworten darauf gibt David N. Bresch, Professor für Wetter- und Klimarisiken ETH Zürich /
Graue Landschaft Am 24. August 2021 wurde der Architekturpreis «Beton 21» verliehen. Bearth & Deplazes Architekten setzten sich mit ihrem Bau des Unterhaltsstützpunkts Berninapass gegen die Konkurrenz durch.
Die Kraft des erstarrten Materials Der eigentliche Clou beim Wohnhaus von Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten in Zürich Wipkingen sind die überquellenden Fugen zwischen den Ziegeln. Die grobe Setzung der Steine, eingefasst von Etagen aus Sichtbeton, ist eine mutige
Starke Form mit haptischen Reizen Ein Baukörper aus Backstein von Atelier Scheidegger Keller schafft es, dem Unort an der lärmigen Bucheggstrasse in Zürich urbanen Charme zu verleihen. Auch innenräumlich prägen taktile Materialien das neue Zuhause für Studierende.
«Simulationen erlauben ein Denken in Szenarien» Bevor ein Gebäude gebaut wird, werden Betriebszustände immer häufiger anhand eines digitalen Zwillings simuliert. Welche Aspekte sind besonders zu untersuchen? Fördert dies die Planungssicherheit? TEC21 hakt bei vier Fachleuten nach, warum
Simulieren geht über studieren Gebäudesimulationen sind manchmal hilfreich, oft sogar zwingend. Denn ohne vertiefte bauphysikalische Zusatzanalysen im Projektstadium wären viele realisierte Werke von mangelhafter Qualität. Wie gut der Betrieb funktioniert, überprüft man daher
Berta-Rahm-Pavillon: Verschollener Schatz, wiederentdeckt Die Geschichte von Entstehung, Bau und schliesslich Rettung des Berta-Rahm-Pavillons von 1958 liest sich wie ein Krimi. Dabei wird klar: Der vorläufige Erhalt des Baus erfolgte durch glückliche Fügung und überdurchschnittliches Engagement von
Die ewige Baustelle Auch ein halbes Jahrhundert nach Einführung des Frauenstimmrechts und 40 Jahre nach der Verankerung der Gleichstellung in der Verfassung sind Frauen im Schweizer Bauwesen noch immer unterrepräsentiert. Während die Architekturpionierinnen mit
Wohnen als Kultur Die Bauten der Architektin Lux Guyer entstanden in einer Zeit, in der die klassische Moderne die Frage des Wohnens dominierte. Doch Guyers Verständnis von Wohnen wies darüber hinaus. An der Zollikerstrasse in Zürich haben Marlène Witry und Theres
«Leaky Pipeline» an Schweizer Hochschulen Der Begriff «Leaky Pipeline» beschreibt das Phänomen, dass mit steigender akademischer Postion der Anteil der Frauen sinkt und jener der Männer steigt. Je steiler die beiden Kurven verlaufen, desto grösser ist der Unterschied zwischen den
Spurensuche 100 Jahre nach dem ersten Diplom einer ETH-Architekturstudentin, 50 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts und 40 Jahre nach der gesetzlichen Verankerung der Gleichstellung noch immer ein Heft zur Rolle der Frau in der Architektur? Um es
Graue Potenziale Um den Mobilitätsbedürfnissen der wachsenden Schweizer Bevölkerung gerecht zu werden und gleichzeitig die Werte unserer Landschaft zu erhalten, muss auch die Verkehrsplanung haushälterisch mit dem Boden umgehen. Verkehrsflächen haben ein enormes
Nicht ganz dicht Verkehrsflächen machen hierzulande mit gut 30 % den zweitgrössten Anteil an Siedlungsflächen aus. Während sich aber die Gebäudeareale zunehmend nach innen entwickeln, tut sich die Verkehrsplanung mit Verdichtungsüberlegungen schwer. Warum eigentlich?
Versiegelte Flächen als fruchtbare Böden In den vergangenen 60 Jahren entwickelte sich das Schweizer Nationalstrassennetz auf eine Gesamtlänge von über 1800 Kilometern. Es bedeckt eine Fläche von knapp 10 000 Fussballfeldern – ein Spielfeld für Ideen zur Flächeneffizienz und Mehrfachnutzung
Kurtheater Baden: Neu gedacht und austariert Das Kurtheater Baden von Lisbeth Sachs ist eine Schweizer Architekturikone der 1950er-Jahre. Der aktuelle Umbau von Boesch Architekten schenkt dem Gebäude nicht nur dringend notwendige Fläche, sondern bringt das Volumen durch präzise Eingriffe ins
Nahtlos weitergeführt Die lange Geschichte des heute denkmalgeschützten Kurtheaters Baden kann weitergehen – auch aus der bautechnischen bzw. ingenieurspezifischen Perspektive. Die Ingenieure von WaltGalmarini haben mit den Umbauarbeiten das bestehende Tragwerk
Lisbeth Sachs: Austausch zwischen den Disziplinen Lisbeth Sachs aus Baden (1914–2002) gilt neben Lux Guyer (1894–1955) als eine der wichtigsten Architekturpionierinnen der Schweiz. Eine umfassende Monografie ist 2020 im gta Verlag erschienen.
Virtuoses Bühnenspiel Als die Architektin Lisbeth Sachs 1939 erst 25-jährig den Wettbewerb für das Kurtheater in Baden gewann, war das eine kleine Sensation. Mit einem gläsernen Pavillon als Foyer verschaffte sie dem Theater ein architektonisches Aushängeschild. Wie
Im Überfluss vorhanden – und doch knapp Die Schweiz ist steinreich im wahrsten Sinn des Wortes. Die Kies- und Sandvorkommen im Mittelland sind ein Erbe der Eiszeiten. Beim Abbau ergeben sich jedoch zahlreiche Nutzungskonflikte.